Spuren des Kolonialismus untersuchen

Im Beschlussvorschlag wird nach „Nationalsozialismus“ folgende Ergänzung eingefügt:

„sowie zur (deutschen) Kolonialgeschichte“

Im Beschlussvorschlag wird am Ende folgende Ergänzung eingefügt:

„2. Für Straßen, Plätze und Gebäude im Stadtgebiet, wo ohne Zweifel ein Zusammenhang zur Zeit des Nationalsozialismus oder zur (deutschen) Kolonialgeschichte besteht, wird die Verwaltung beauftragt, unverzüglich mit der Erarbeitung eines Vorschlags zur weiteren Vorgehensweise – zum Beispiel die Anbringung von Informationstafeln oder Umbenennungen – zu beginnen.“

Begründung:

Eine verantwortungsbewusste Gedenkpolitik sollte das Ziel haben, die gesamte Geschichte unserer Stadt aufzuarbeiten und die Ergebnisse daraus öffentlich zu präsentieren. Dass sämtliche Namen von Straßen, Plätzen und Gebäuden im Stadtgebiet auf einen Zusammenhang zur Zeit des Nationalsozialismus untersucht werden sollen, ist deshalb ausdrücklich zu begrüßen.

Die angedachte Überprüfung jeder einzelnen Benennung von Straßen, Plätzen und Gebäuden im Stadtgebiet, bietet die Gelegenheit, weitere Kriterien zur Überprüfung heranzuziehen. Deshalb sollte die Chance genutzt werden, Namen von Straßen, Plätzen und Gebäuden im Stadtgebiet auch auf einen Zusammenhang zur (deutschen) Kolonialgeschichte zu untersuchen. Weiter sollte in Fällen, in denen ohne Zweifel ein Zusammenhang zur Zeit des Nationalsozialismus oder zur (deutschen) Kolonialgeschichte besteht, unverzüglich mit der Erarbeitung eines Vorschlags zur weiteren Vorgehensweise – zum Beispiel die Anbringung von Informationstafeln oder Umbenennungen – begonnen werden.

Die aktuelle Fassung der Beschlussvorlage finden Sie hier.
(08.07.20: Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, TOP 5)

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