Berichtsantrag städtischer Winterdienst

Folgenden Antrag bitten wir auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses aufzunehmen.

1. Die Verwaltung wird gebeten, über die im Winterdienst verwendete Streusalzmenge, Maßnahmen ihrer Reduktion sowie weitere Einsparungspotenziale Bericht zu erstatten.

2. Die Verwaltung wird gebeten, über den Winterdienst auf und die Priorisierung von Radwegen Bericht zu erstatten.

Begründung:

Streusalz im Winterdienst ist umweltschädlich. Das Salz gelangt nach dem Schmelzen des Eises oder Schnees in den Boden und greift dort Vegetation an. Neben Pflanzen werden aber auch Gebäude, Brücken und Fahrzeuge vom Salz durch Korrosion beschädigt. Der Entwurf des Regensburg Plans 2040 enthält auf Seite 28 den Vorschlag, durch „(…) den beschränkten Einsatz von Feuchtsalz auf Hauptverkehrsstraßen und ÖPNV-Strecken (…)“ einen wirksamen Baumschutz zu erreichen. Auf Seite 143 wird darüber hinaus das Verbot der Salzstreuung bei Baumstandort mit Wegeniveau als kurzfristig umzusetzende Maßnahme aufgeführt. Das Ziel für den städtischen Winterdienst muss sein, die Salzmenge auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Der entsprechende Ansatz des „differenzierten Winterdienstes“ sollte möglichst ausgebaut werden.

Dabei muss selbstverständlich die Verkehrssicherheit gewährleistet sein, und zwar für alle Verkehrsteilnehmerinnen gleichermaßen. Besonders Bürger*innen ohne eigenes Auto sind auf eine sicher nutzbare Radwegeinfrastruktur in den Wintermonaten angewiesen. Die Sturzgefahr ist hoch, wenn bauliche Radwege, Radfahrstreifen oder Schutzstreifen nicht von Eis und Schnee befreit werden.

Die Verwaltung wird gebeten, zu den oben aufgeführten Sachverhalten Bericht zu erstatten.

Initiator*innen:
Stadträtin Yasmin Hopp
Stadträtin Monir Shahedi
Stadträtin Anna Hopfe

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2 Kommentare

  1. Ich habe den Eindruck, dass die Salzstreuung sich sogar stetig intensiviert und immer mehr davon zum Einsatz kommt. 2021 hat die Stadt getönt *), auf das Präventivstreuen zu verzichtet, aber dennoch wird das in großer Menge nach wie vor angewandt. Gibt es viel nassen Neuschnee, wird auch nur mit Unmengen Salz gearbeitet und alles zu einer rutschigen Matschpampe, wo selbst der beste Winterreifen keine Wirkung zeigt, statt es zu räumen. Teilweise wird auch der Busverkehr stundenweise ausgesetzt, weil die Steigungen nur gestreut und nicht geräumt wurden/werden. Auch hier tönte*) die Stadt, Neuschnee vorzugsweise mechanisch zu räumen. Privatleuten wird seit Jahren in Dauerschleife vorgebetet, Streusalz wäre verboten bzw. nur im Fall von Blitzeis zulässig, aber die Stadt beschichtet nach wie vor mit großen Mengen die Straßen und Wege. Es ist ja nicht so, dass wir monatelang jeden Tag immer wieder Blitzeis und Eisregen hätten, der diese Salzmengen rechtfertigen würde.
    Man scheint auch 2025/26 nur nach dem Motte „viel hilft viel“ mit dem Salz zu arbeiten.

    Die salzbedingten Korrosionsschäden an Bauwerken und Fahrzeugen sind ja nicht von der Hand zu weisen.

    *https://www.regensburg.de/fm/121/winterdienst-in-regensburg-grundlagen-zahlen-entwicklung.pdf