„Eine Stadtbahn muss her!“

Pressemitteilung

Stadtrat Jürgen Mistol nennt SPD-Leitsätze ‚verkehrspolitischen Rückschritt‘ – Grüne wollen mutigere und nachhaltigere Konzepte verfolgen

Zu den heute veröffentlichten Leitsätzen der SPD zur Verkehrsentwicklung in der Region Regensburg nimmt Stadtrat Jürgen Mistol wie folgt Stellung:

„Die von der SPD vorgeschlagenen Maßnahmen sind nicht dazu geeignet, die Mobilität in der Region Regensburg zukünftig umwelt- und stadtverträglich zu gestalten. Das vorgestellte Konzept ist ein verkehrspolitischer Rückschritt.

Wer sich von den Planungen für eine Regio-Stadtbahn verabschiedet, ignoriert, dass das Bussystem teilweise schon heute an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gelangt ist. Gerade die Studentinnen und Studenten, die den Bus zwischen dem Hauptbahnhof und der Universität nutzen, können davon ein Lied singen. Zudem weiß man aus den Erfahrungen anderer Regionen, dass eine Stadtbahn mehr Menschen zum Umsteigen auf den ÖPNV bewegt als jedes noch so gut ausgebaute Bussystem.

Die Forderung, so schnell wie möglich eine Osttangente zu realisieren, mag zwar der Regensburger CSU gefallen, zeigt aber ebenfalls in die falsche Richtung. Hier gilt der alte grüne Grundsatz ‚Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten‘, mit allen Begleiterscheinungen wie beispielsweise die unvermeidliche Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner oder die Entwertung des Areals in Bezug auf die für den Stadtnorden so wichtige Naherholungsfunktion.

Auch mit dem Vorschlag, die Steinerne Brücke nach der dringend notwendigen Sanierung wieder für die Busse zu öffnen, macht es sich die SPD zu einfach. Dies ist aus Gründen des Denkmalschutzes abzulehnen. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern von Stadtamhof, Steinweg und Lappersdorf trotzdem auch weiterhin einen attraktiven ÖPNV anbieten zu können, sollen alle Anregungen und Ideen, die von den Bürgerinnen und Bürgern während des Moderationsverfahrens vorgebracht wurden, auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht werden.

Um den Mobilitätsanforderungen der Zukunft gerecht zu werden, gleichzeitig die Umweltbelastungen zu reduzieren und damit Lebensqualität in der Region zu sichern, sind andere, mutigere und nachhaltigere Konzepte zu verfolgen, als die SPD dies aufgezeigt hat.“

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