Engagement braucht Raum

Kulturelles und soziales Engagement braucht Raum – Raum, der in Regensburg zwar vorhanden ist, jedoch nicht genutzt wird. „Obwohl die regierende Koalition in ihrem Koalitionsvertrag den Wert von Verbänden und Initiativen als tragende Säulen der sozialen Stabilität in Regensburg anerkennt und sich vorgenommen hat, diesen die benötigten Räume für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen, verweigert sie sich doch einem gesamtheitlichen Lösungsvorschlag und einer zentralen Anlaufstelle, mit der eine praktikable Entschärfung des Raumproblems in Regensburg möglich wäre“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Stefan Christoph die Entscheidung der Koalition, den Antrag der grünen Fraktion zum Thema Leerstandsmanagement in Regensburg abzulehnen. Die Entscheidung über den Antrag zum städtischen Leerstandsbericht steht noch aus.

Im gestern behandelten Antrag ersuchten die Grünen die Stadtverwaltung darum, die Einrichtung eines städtischen Leerstandsmanagements zur langfristigen Bekämpfung des Leerstands- und Raumproblems, explizit auch für soziale und kulturelle Initiativen in Regensburg zu prüfen. Der Antrag wurde im Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen seitens der Koalition und gegen die Stimmen der Opposition abgelehnt.

„Die bisherigen Bemühungen der Stadt Regensburg, wie zum Beispiel das Leerstandsmanagement für die Altstadt oder eine Plattform der Wirtschaftsförderung, scheinen für die Vereine und Organisationen, die seit längerem passende Räume für ihr ehrenamtliches Engagement suchen, nicht der richtige Lösungsansatz zu sein“, stellt Fraktionsvorsitzende Maria Simon fest.

In einem weiteren Antrag, über den im morgigen Ausschuss für die Evangelische Wohltätigkeitsstiftung abgestimmt werden soll, fordert die grüne Fraktion die Verwaltung der Stadt Regensburg dazu auf, die Möglichkeiten und Bedingungen einer Zwischennutzung des ehemaligen Evangelischen Krankenhauskomplexes für kulturelle und soziale Initiativen zu prüfen. Die Vorteile, die eine entsprechende Nutzung mit sich brächte, sind nicht von der Hand zu weisen, wie Stadträtin Wiebke Richter erklärt: „Neben dem Umstand, dass die innerstädtische Lage sowie der barrierefreie Ausbau die Räumlichkeiten für eine Zwischennutzung bestens qualifizieren, bietet diese einen wirtschaftlichen Mehrwert für die Stiftung, einen gesellschaftlichen Nutzen für die Stadt Regensburg und am Wichtigsten, dem Engagement den Raum, den es benötigt“. Die satzungskonforme Zwischennutzung erscheint als der nächste logische Schritt – ob die graue Koalition dies auch so sieht, bleibt abzuwarten.

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