Grüne: Feinstaubbelastung muss Thema im Stadtrat werden

Pressemitteilung

Die Auswirkungen der neuen Grenzwerte für Feinstaub auf Regensburg sollen im Stadtrat thematisiert und diskutiert werden. Dazu will die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen entsprechenden Antrag einbringen.

„Auch wenn viele der Ursachen für die zu hohen Werte nicht in Regensburg zu suchen sind, müssen wir jedoch das, was wir vor Ort tun können, auch rechtzeitig anpacken“, so Stadtrat Jürgen Mistol. Wenn es tatsächlich so sei, dass in der zweiten Jahreshälfte Einschränkungen des Straßenverkehrs insbesondere für Dieselfahrzeuge ohne Rußfilter drohen, dann müsse schnell reagiert werden. „Beispielsweise hat fast die gesamte Busflotte der RVB keine Rußfilter eingebaut, obwohl wir Grüne in den vergangenen Jahren bei mehreren Gesprächen mit den Verkehrsbetrieben den Einbau von Rußfiltern gefordert und sogar auf entsprechende Förderprogramme der Bundesregierung hingewiesen hatten“, so Mistol.

Für kontraproduktiv hält der Grünen-Politiker jedoch den im Luftreinhalteplan der Regierung genannten Vorschlag, das Regensburger Straßennetz auszubauen. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie der Neubau der Sallerner Regenbrücke zur Verbesserung der Luftsituation beitragen soll, da das Regental als Frischluftschneise gilt. Neue Straßen bringen immer zusätzlichen Verkehr mit sich, der sich in der Gesamtbilanz negativ auswirkt. Die Optimierung des ÖPNV inklusive einer Stadtbahn kann jedoch zu einer nachhaltigen Verbesserung beitragen.“

Jürgen Mistol: „Es mag zwar richtig sein, dass sich der Schadstoffanteil in der Regensburger Luft in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verringert hat. Die Europäische Union hat die Grenzwerte aber nicht aus Jux und Tollerei verschärft. Es sind konkrete gesundheitliche Gefahren, die von der hohen Feinstaubbelastung ausgehen.“

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