Mehr urbane Gärten für Regensburg

Beschlussvorschlag:

1. Bei allen neu aufzustellenden Bebauungsplänen, ausgenommen in reinen Gewerbe- und Industriegebieten, werden grundsätzlich Flächen für Urbanes Gärtnern vorgesehen. Je nach Gebiet können unterschiedliche Formen des Urban Gardenings, wie z.B. Gemeinschaftsgärten oder Modelle der „Essbaren Stadt“ realisiert werden.

2. Die Verwaltung prüft, welche Flächen sich im Stadtgebiet besonders für weitere Urban-Gardening-Projekte eignen und welche Möglichkeiten von städtischer Seite bestehen, an der Planung und Umsetzung beteiligt zu sein. Der Fokus liegt hierbei auf Stadtvierteln, die bisher noch nicht über ein solches Projekt verfügen. Dem zuständigen Ausschuss wird über das Ergebnis Bericht erstattet.

Begründung:

Gemeinschaftsgärten und Urban Gardening erfreuen sich nicht ohne Grund immer größerer Beliebtheit: Sie bieten Menschen, die keinen Zugang zu einem eigenen Garten haben, die Möglichkeit gärtnerisch aktiv zu werden. Darüber hinaus fördern diese Projekte das Mikroklima, die Klimaresilienz in Städten, tragen zur Umweltbildung bei und steigern die Aufenthaltsqualität. Damit erfüllt das Konzept von urbanem Gärtnern verschiedene Leitziele der sogenannten „Regensburger Blume“ (vgl. Freiraumentwicklungskonzept S. 15). Beispiele aus anderen Städten zeigen außerdem, dass die Identifikation von Bürger*innen mit ihrer Stadt bzw. Stadtviertel durch Urban-Gardening-Projekte gefördert wird.

In Regensburg gibt es bereits eine Reihe von Gemeinschaftsgärten, die zum Großteil vom Verein Transition e.V. unterhalten werden. Das Potenzial für weitere Projekte ist in Regensburg gegeben, weshalb verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung geprüft werden sollen. Hierbei sollen die bereits erarbeiteten Handlungsempfehlungen des Freiraumentwicklungskonzeptes Beachtung finden. Neue Urban-Gardening-Projekte können in öffentlichen Grünflächen entstehen, sind allerdings auch in Wohngebieten und auf öffentlichen Plätzen denkbar. Neben der aktuellen Praxis der Verpachtung von Flächen an Dritte soll geprüft werden, inwiefern die Stadt künftig eine stärkere koordinierende und initiierende Rolle für neue Urban-Gardening-Projekte einnehmen kann und hierbei mit verschiedenen Akteuren der Stadtgesellschaft zusammenarbeitet.

Initiator*innen: Stadträt*innen Anna Hopfe, Yasmin Hopp, Monir Shahedi

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