Sicherheitsbericht 2025 für Regensburg: Straftaten gesunken, Verkehrsunfälle gestiegen

Die grüne Stadtratsfraktion blickt insgesamt positiv auf den Sicherheitsbericht 2025 für Regensburg, der in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Finanzen und Beteiligungen präsentiert wurde. Die Zahlen zeigen deutlich: Die Kriminalität in Regensburg ist im vergangenen Jahr insgesamt weiter zurückgegangen, gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote gesteigert werden. So wurden im Jahr 2025 13.056 Straftaten in Regensburg begangen, wovon 67% aufgeklärt werden konnten. Zum Vergleich: 2024 lag die Zahl der Straftaten mit 14.982 noch deutlich höher. Aufgeklärt werden konnten davon im vergangenen Jahr nur 63,9% der Taten. Mit Blick auf die Aufklärungsquote liegt Regensburg damit sowohl über dem bayerischen Durchschnitt als auch über dem Durchschnitt in der Oberpfalz.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir in einer sehr sicheren Stadt leben. Dafür gilt unser Dank allen Beteiligten“, so die Grünen-Stadträtin Theresa Eberlein.

Mit Sorge blickt die Fraktion jedoch auf die Entwicklung im Bereich der Verkehrssicherheit. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Jahr 2025 gestiegen (von 5.223 im Jahr 2024 auf 5.411 im Jahr 2025), ebenso die Zahl der Schwerverletzten (von 61 im Jahr 2024 auf 72 im Jahr 2025). Besonders alarmierend: Zwei Menschen verloren im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen in Regensburg ihr Leben. Zudem zeigt der Bericht, dass rund die Hälfte der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen Radfahrer*innen sind. Als häufigste Unfallursache wird ungenügender Sicherheitsabstand genannt. Bei Unfällen mit schweren Folgen wie Verletzten oder Todesopfern spielen zudem Fahrfehler sowie das Nichtbeachten von Vorfahrt und Vorrang eine zentrale Rolle.

Für die grüne Fraktion ist klar: Hier besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. „Gerade mit Blick auf die Verkehrsunfälle haben wir noch viel zu tun“, betont Eberlein. Die Fraktion bekräftigt daher die Zielsetzung der Vision Zero. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer konsequenten und zügigen Umsetzung der geplanten Hauptradrouten sowie einer möglichst flächendeckende Einführung von Tempo 30 im Stadtgebiet, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen deutlich zu erhöhen. Dafür werde sich die Fraktion auch weiterhin einsetzen, schließt Eberlein ab.

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Ein Kommentar

  1. Insbesondere sollten die Konsequenzen der (an sich guten) Zunahme der Elektromobilität untersucht werden. Der tödliche Unfall in der Adolf Schmetzer Straße, bei dem eine Radfahrerin von einem Tesla überfahren wurde, dürfte meiner Erinnerung nach vornehmlich durch die enorme Beschleunigungskraft des Elektrofahrzeugs ausgelöst worden sein, auf die Rad- und Fußgänger nicht eingestellt sind und die innerhalb der existierenden Infrastruktur schwer zu beherschen ist. Das ist ein Zusatzproblem zur absoluten Höhe der Geschwindigkeit. Hier können entsprechen bremsende Straßenlayouts und mehr und breitere Querungshilfen Abhilfe schaffen. Übertragen gilt das ebenso für die zweirädrige E-Mobilität. Die bestehende Radinfrastruktur ist dieser nicht angepasst. Radwege sind in der Regel zu schmal und der Beschluß zu MIxed Zonen ist gefasst worden, bevor eine hohe Zahl von E-Fahrzeugen, darunter schwere und breite Lieferfahrzeuge diese benutzten. Diese haben mit Fahrrädern im herkömmlichen Sinne nichts mehr zu tun und erfordern eine Neubewertung der Konzepte. Solche Fahrzeuge benötigen Fahrradstraßen, währen die Mixedzonen, wie Innenstadt und Steinerne Brücke von Fuß/Radweg auf „Fußweg, Radfahrer frei“ umzuschildern sind, um den Vorrang der Fußgänger und „Schrittgeschwindigkeit (ca 12 km in der Realität) vorzuschreiben. Falls fächendeckend Tempo 30 Realität wird, wäre eine Umwidmung bestehender Tempo 30 Zonen in Wohnverkehrsstraßen (oder Fahrradstraßen) erforderlich, um Ausweichverkehr zu entmutigen.
    Allen gewählten Stadträten Gratulation und eine glückliche Hand.