Seit dem Wegfall des Verbots von Solaranlagen im Jahr 2022 wird deren Zulassung im Bereich der Altstadtschutzsatzung im Einzelfall denkmalrechtlich geprüft. Grundlage hierfür sind die Empfehlungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.
Die Einzelfallprüfung ist mit hohem Aufwand verbunden, da insbesondere die Sichtbarkeit der Anlagen, der historische Wert der Gebäude sowie technische und sicherheitsrelevante Aspekte jeweils gesondert bewertet werden müssen.
Zur Entlastung der Verwaltung und zur Vereinfachung der Verfahren hat der Stadtrat 2023 die Erstellung eines Denkmal-Solar-Atlas im Rahmen des von der grünen Fraktion beantragten Kommunalen Denkmalkonzepts (KDK), beschlossen. Ziel ist es, klare und öffentlich zugängliche Informationen zur Planung von Solaranlagen im Ensemble „Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“ bereitzustellen.
Der Denkmal-Solar-Atlas umfasst eine digitale Karte im GeoPortal der Stadt sowie einen Leitfaden. Damit können Eigentümer*innen vorab einschätzen, ob und in welchem Umfang Solaranlagen möglich sind. Eine “Ampel-Systematik”, die die Dachflächen in verschiedene Farben einordnet, zeigt die verschiedenen Möglichkeiten für PV auf den Dachflächen an.
“Wir freuen uns, dass es dieses Konzept nun gibt. Die Regensburger*innen können damit besser einschätzen, welche Möglichkeiten es für sie gibt”, so Fraktionsvorsitzende Maria Simon in der Sitzung.
Das Projekt wurde von einem externen Planungsbüro erarbeitet und Anfang 2026 abgeschlossen. Die Veröffentlichung ist im Laufe des Jahres 2026 vorgesehen.
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