Bericht von der Kulturausschuss-Sitzung im Juli
Mit der Abgabe eines so genannten „stehenden Angebots“ öffnet die Stadt Regensburg die Tür für eine mögliche Rückgabe von NS-Raubgut in den städtischen Sammlungen. In der Juli-Sitzung des Kulturausschuss lobten die Stadtrats-Grünen die Initiative der Stadtverwaltung.
Nachdem erst im vorherigen Kulturausschuss ein Bericht zur Provenienzforschung gegeben wurde, ist das Abgeben eines „stehenden Angebots“ ein konsequenter Schritt. Die Stadt Regensburg unterbreitet potentiellen Rechteinhaber*innen von Raubgut damit das Angebot, einseitig in ein Schiedsverfahren einzutreten, dessen Wirkung bindend ist. „Ein sehr richtiger Schritt“, beurteilt Kulturausschussmitglied Dr. Stefan Christoph die beschlossene Vorlage im Ausschuss. „Es ist nur gerecht, wenn wir die Möglichkeit bieten, zur Zeit des Nationalsozialismus geraubte Güter wieder ihren Eigentümer*innen bzw. deren Nachfahren zurückzugeben. Mit diesem Beschluss wird das jetzt einfacher.“
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