Bereits zwei Anläufe hat die grüne Fraktion in dieser Wahlperiode unternommen, um den Verkehrslärm in der Chamer Straße zu verringern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. In unserem zweiten Antrag aus dem Juni 2025 hatten wir die Verwaltung aufgefordert, baurechtliche und verkehrliche Maßnahmen zu prüfen, um den Verkehrslärm für die geplagten Anwohner*innen zu reduzieren. Nun folgte in der vergangenen Planungsausschusssitzung am 25.03.2026 ein Bericht über mögliche Maßnahmen.
Laut diesem Bericht sind straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zur Lärmminderung, insbesondere die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung, z. B. Tempo 30, rechtlich nicht umsetzbar, da nicht ausreichend belastbare Überschreitungen der Lärmgrenzwerte vorliegen.
Bauliche Maßnahmen wie die Errichtung von Lärmschutzwänden oder grundlegende Veränderungen des Straßenquerschnitts sind aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht realisierbar. Als wirksame Maßnahme kommt jedoch eine Fahrbahnsanierung mit einem lärmmindernden Belag in Betracht, insbesondere im Teilabschnitt zwischen den Einmündungen Am Mühlberg und Am Sonnenhügel. Die Kosten hierfür werden auf mindestens 200.000 € geschätzt.
“Wir werden uns einer solchen Maßnahme nicht widersetzen”, erklärt Grünen-Fraktionsvorsitzende Maria Simon. Dafür sei der Lärm für die Anwohner*innen einfach zu hoch. Gleichzeitig zeigt sich die Fraktionschefin auch ein wenig enttäuscht. “Eine Sanierung ist eine deutlich kostenintensivere Möglichkeit, als wenn man sich trauen würde, Tempo 30 anzuordnen”, so Simon. “Wir werden hier weiter genau hinschauen und versuchen, die Situation für die Menschen in der Chamer Straße zu verbessern”, schließt Simon ab.
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